"Wenn das einzige Werkzeug der Hammer ist,

sieht jedes Problem wie ein Nagel aus."

-Sprichwort


Plasmamedizin - Therapie mit Biß

 

In der Medizin führt Ozon oder korrekterweise die Plasmatherapie ein Schattendasein, obwohl es vielfach den Einsatz von Medikamenten oder Antibiotika reduzieren oder gar ersetzen könnte. 

 

Die biochemische Wirkung ist sehr kompliziert und hat mit den freien Sauerstoffatomen (Singulett-Sauerstoff), welche bei der Bildung als auch beim Zerfall von Ozon entstehen, zu tun.

 

Trifft nun dieser „Singulett-Sauerstoff“ auf Eiweißmoleküle, so zerstört er sie in Sekunden-Bruchteilen. Dies geschieht v.a. bei zellkernlosen Spezies, also Bakterien, Viren oder Pilzen. Ozon bzw. Plasma ist für die eigenen Körperzellen und –gewebe dagegen nicht schädlich, sondern fördert die Sauerstoffsättigung der Körperzellen und gewährleistet damit eine bessere Heilung. 

 

Anwendungsbereich von Plasma mit sehr gutem Erfolg:

 

 

Parodontitis erkennen und behandeln bei NDR Visite - 23.05.2017 20:15 Uhr

Der TV-Beitrag im NDR vom 23. Mai 2017 "Parodontitis erkennen und heilen", aus dem TV Gesundheitsmagazin "Visite". Begleitet wird die Sendung von Prof. Henrik Dommisch/Universität -Charite'- Berlin und die Plasmamedizin TtP (Tissue-tolerable-Plasma) anwendender Zahnarzt, Parodontologe Dr. Bernd Heinz/Hamburg. Wenn Sie den nachfolgenden Link kopieren, können Sie sich die Sendung in der NDR Mediathek ansehen.

 

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/visite/Parodontitis-erkennen-und-behandeln,visite13066.html 

 

Sanfte Parodontitistherpaie

Auch zur Kariesvorbeugung und -behandlung bei Milchzähnen und in schwer zugänglichen Bereichen ist das Plasma ideal. Die heilsame und desinfizierende Wirkung setzt punktgenau an Fissuren, Spalten von Füllungen und Brackets an und tötet die Kariesbakterien ab. Dabei dringt das Plasma in medizinischer Dosierung in den erkrankten Zahn ein und erreicht die Kariesbakterien, ohne dass gebohrt werden muss. Mit der Plasmatherapie kann damit die Lebensdauer der eigenen Zahnsubstanz deutlich verlängert werden, sodass der Zahn länger vital bleibt.

 

Der präventive Gedanke der schädlichen Keimreduzierung in der Mundhöle kann dazu beitragen, dass durch Karies hervorgerufene, umfangreiche Zahnbehandlungen vermieden werden.

 

Bei der Kariesbehandlung von kleinen Defekten (Initialkaries) wird die Plasmatherapie am betreffenden Zahn angewandt, um die Kariesbakterien abzutöten, es wird keine Zahnsubstanz entfernt. Bei größeren kariösen Defekten ist dagegen eine vorherige Entfernung der kariösen Substanz mittels Bohrer nötig. Die so erhaltene Kavität kann anschließend mit Plasma werden, um Restbakterien zu eliminieren. Anschließend wird der Zahn remineralisiert. An schwer zugänglichen Stellen und unter vorhandenen Füllungen ist keine Plasmatherapie möglich.

 

Wir setzen es sehr häufig bei nervnahen Füllungen ein bzw. dann, wenn eigentlich schon der Nerv eröffnet worden ist. Hier ist zu über 80% eine Rettung des Zahnes (=Vitalerhaltung) möglich, wo wir früher fast immer eine Wurzelbehandlung machen mussten.

 

Pro Plasma - Kontra Parodontitis

 

Zahnfleischbluten ist ein Hinweis auf eine beginnende Parodontitis, die Parodontitis zum schmerzhaften Verlust des  Zahnes führt. Mit der unterstützenden Plasmatherapie können Parodontitiserkrankungen zielgerichtet, antiinfektiös therapiert werden. Zahnfleisch und geschädigter Knochen können sich mit einer nachhaltigen Plasmaprophylaxe und angemessener Zahnhygiene ausheilen.

 

 

Plasmamedizin - ein neuer Weg?

Besonders erwähnenswert ist, dass 2011 der weltweit erste Lehrstuhl für Plasmamedizin an der Universität Greifswald in Deutschland gegründet wurde und das bekannte Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald) mit finanzieller Unterstützung der Industrie, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Forschungs- und Wirtschaftsministerium und der Europäischen Union Forschung für die Plasmamedizin betreibt. Weltweit sind weitere große Zentren mit der Plasmamedizin befasst.